Segelklub Bayer Uerdingen e.V.

Doppelter Meistertitel für Annika Kemper

Dienstag, 03. Okt 2023, 18:04 Uhr

Vergangenes Wochenende trafen sich fast 70 Contender Segler aus Dänemark, Niederlande und Deutschland zur Internationalen Deutschen Meisterschaft am Steinhuder Meer. Mit dabei war auch SKBUe-Seglerin Annika Kemper.

Samstag ging es mit zwei Wettfahrten bei traumhaft 12-16 Knoten los. Windbedingungen, bei denen eigentlich alle, unabhängig von Alter und Gewicht, gleiche Chancen haben. Annika überraschte sich selbst in der ersten Wettfahrt. Nach einem verpatzten Start mit einer guten Nachstartphase erzielte Sie Platz 14.

"Beim Start hatte ich etwas Gardasee Feeling. Zum einen ist die Linie bei so vielen Booten ganz schön lang. Zum anderen passiert es schnell mal, dass man die Minutensignale überhört. Außerdem war es nahezu unmöglich, eine Landpeilung zu nehmen, weil immer Boote im Weg waren."

Das zweite Rennen lief zwar etwas schlechter, aber für einen Platz in der ersten Hälfte reichte es dennoch. "Man merkt, dass jeder Fehler sofort bestraft wird. Ein miserables Tonnen Manöver kann schnell zehn Plätze kosten." Annika ist allerdings derzeit sehr aktiv bei der Segelbundesliga und somit taktisch fit. Sie fand auch immer wieder (vielleicht durch kindliche Segelerfahrungen auf dem Elfrathersee) gut die Windfelder und Böen. Somit schloss sie den ersten Tag als 20. in der Gesamtwertung ab und übernahm sofort die Führung der Junioren- und Frauenwertung.

Am nächsten Tag folgten drei Rennen bei ähnlichen Bedingungen. Bei der letzten Wende im letzten Lauf vor dem Ziel passierte Annika ein Missgeschick. Fast wäre sie gekentert. Um dies zu verhindern, lehnte sie sich so impulsiv aus dem Boot, dass der Pinnenausleger brach. Einen großen blauen Fleck und ordentlich Platzverlust gab es auch noch dazu. "Glücklichweise ist auf die Hilfsbereitschaft der Contenderklasse immer Verlass und mir wurde ein Ersatzausleger geliehen. Ich werde daraus lernen und in Zukunft auch immer Ersatz mitnehmen."

Auch. zweiten Tag konnte Annika sich trotzdem immer wieder souverän in der vorderen Hälfte des Feldes platzieren.

Montag startete der Tag mangels Wind mit Startverschiebung. Mit etwas Verspätung kam dann doch (zumindest für Annika) Trapezwind. Nach dem dritten Startversuch (nach Abbruch und allgemeinem Rückruf) ging das Rennen los. "Ich habe anfangs irgendwie keinen freien Wind gefunden. Etliche Wenden später konnte ich dann endlich ohne Abwinde zu meiner Wunschseite segeln." Überraschenderweise zog die Wettfahrtleitung Flagge O an der Luvtonne, was bedeutet, dass Pumpen auf den Downwindkursen erlaubt ist. Verschwitzt, aber einige Plätze weiter vorne, kam Annika am Leegate an und hatte den richtigen Riecher bei dem abflauenden Wind. Von Runde zu Runde segelte sie sich weiter nach vorne. Am Ende stand wieder ein Top 20 Platz auf der Liste.

Für den Finaltag waren sich die Windvorhersagemodelle etwas uneinig. Nur eins war klar: Es wird viel Wind geben und die Böen werden noch ordentlicher sein. In waiser Voraussicht verlegte die Wettfahrtleitung den Start um eine Stunde. Beim Start schien der Wind zwar viel, aber segelbar. Beim Einsegeln machte Annika zwar eine unfreiwillige Testkenterung und holte sich dabei noch ein Einhorn (blau-rote Beule auf der Stirn) und eine Schramme im Gesicht bei ihren Wanten ab, aber startete zuversichtlich ins Rennen. Bereits während der ersten Kreuz frischte der Wind auf 25 Knoten Grundwind auf. Die Böen waren jenseits der 30 Knoten "Nach einer Kenterung hatte ich große Mühen das Boot wieder aufzurichten. Ich musste mir eingestehen, dass ich den Bedingungen nicht gewachsen bin und entschied mich dazu, wieder in den Hafen zu fahren."

Richtige Entscheidung, denn nach dem Zieldurchgang wurden die weiteren Rennen abgebrochen. Annika beschrieb das Feld als Domino Day. "Es war spektakulär zu sehen, wie die Top Segler um den Kurs flogen. Allerdings sah man auch immer wieder reihenweise Boote wie Dominosteine umkippen."

Der Contender ist zwar das perfekte Boot für jung und alt sowie für Schwer- und Leichtgewichte. Jeder kann den für sich richtgen Trimm finden. Doch irgendwann ist eine Grenze erreicht, wo zusätzlich Erfahrung und Technik das A&O sind.

Mit Leichtwind am Montag, Starkwind am Dienstag und zwei Tagen Mittelwind waren die Allrounder gefragt. Max Billerbeck zeigte sein Können am besten und holte den Titel des deutschen Meisters. Herzlichen Glückwunsch!

Annika Kemper belegte in der Gesamtwertung den 27. Platz. Sowohl in der Juniorenwertung (U25) als auch in der Frauenwertung konnte ihre Konkurrenz nach Tag eins nur noch hinterherschauen. Herzlichen Glückwunsch zum Doppelmeistertitel!

Termine

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